In diesem Jahr war der donum vitae Bundesverband gemeinsam mit den Kolleginnen aus dem Landesverband Berlin-Brandenburg wieder zu Gast beim Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin. An unserem Infostand beim Markt der Möglichkeiten durften wir viele interessierte Fachkräfte aus der Arbeit der Frühen Hilfen, dem Jugendamt, der Flüchtlingshilfe, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, der Behindertenhilfe sowie Hebammen, Sozialarbeiter*innen und Vertreter*innen aus den Kommunen begrüßen und haben uns sehr über das breite Interesse an unserer vielfältigen Arbeit und auch über konkrete Kooperationsanfragen für unsere Beratungsstellen in Berlin und Brandenburg, aber auch für andere Orte in Deutschland gefreut. Die Beratungsfachkräfte in den Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen von donum vitae stellen einen zunehmenden Hilfe- und Unterstützungsbedarf ihrer Klient*innen fest. An unseren mehr als 200 Beratungsstandorten haben wir Zugänge im Sinne des Blended Counseling eingeführt und gezeigt, dass niedrigschwellige Beratungsangebote eine Schlüsselrolle für armutsgefährdete Familien bilden und Berater*innen eine aktive Rolle als Lots*innen in das Gesundheitssystem übernehmen.
Der Kongress „Armut und Gesundheit“
Am 16. und 17. März 2026 trafen sich Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin zum bundesweiten Kongress „Armut und Gesundheit“. In über 100 Veranstaltungen mit ca. 1.400 Teilnehmenden wurde diskutiert, welchen Einfluss der Sozialstatus auf die Gesundheit hat und wie sozial bedingte Ungleichheiten bei den Gesundheitschancen nachhaltig verringert werden können. Im Mittelpunkt standen verschiedene Themen rund um soziale Determinanten von Gesundheit, gesundheitliche Ungleichheit, Umweltgerechtigkeit und Public Health in Deutschland. Dazu gehörten unter anderem aktuelle Daten zur gesundheitlichen Ungleichheit in Deutschland, Klima und Gesundheit, psychosoziale Gesundheit, Wohnungslosigkeit, Gesundheit im Alter und Pflege, Geflüchtete, Nicht-Versicherte sowie Frühe Hilfen. Ausgerichtet wird der seit 1995 stattfindende Kongress von Gesundheit Berlin Brandenburg e.V. Mitveranstalter sind neben der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) e. V. und der Berlin School of Public Health (BSPH) auch die Freie Universität Berlin und das Umweltbundesamt. Zahlreiche Partner unterstützen den Kongress Armut und Gesundheit. Hauptförderer des Kongresses ist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Weitere Informationen zum Kongress: www.armut-und-gesundheit.de